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TOURREPORT „Take no prisoners“ 2004!

 Part 2 ... oder der Westen mal anders

Samstag, 06.11.

Endlich mal eine Nacht ohne meine Schnarchkollegen und dann noch mit richtig schöner Dusche und sauberem WC – natürlich bei meinem Bruder zu Hause, der gerade einmal 500 Meter Luftlinie vom Razzmatazz entfernt wohnt

Am späten Nachmittag sind wir also Richtung Venue gefahren um uns dann von Klaus sogleich die wichtigste Station der gesamten Tour zeigen zu lassen: Aftershow Party bei Pepe! Ein Klassiker wie sich später herausstellte. Doch dann kam alles anders als erwartet. Abgabe der Gästeliste. Chinchilla 16 Personen, Saxon 1. Pacos Kommentar (Veranstalter) „du hast wohl hier Familie wie?“ wurde glatt mit einem Lächeln meinerseits belohnt. Irgendwie verzögert sich einiges und es kommt zu Komplikationen wegen den Busfahrern und dem nicht vorhandenen Parkplätzen. Da ich der einzige spanisch sprechende der gesamten Truppe war, durfte ich sogleich dolmetschen. Unsere Fahrer wurden daraufhin an einen Parkplatz gebracht, der nicht ganz so weit weg war. Doch die liessen keine LKWs rein. Zu groß hiess es. Ich wollte mich eigentlich um meine Anlage kümmern, kam jedoch nicht dazu, da nun ein Parkplatz ausserhalb von Barcelona ausfindig gemacht wurde. Nur wie hinkommen mit 2 Bussen und einem LKW? Also musste nun ein Fahrer organisiert werden, der per Eskorte die Fahrer zu ihrem wohlverdienten und vor allem gesetzlich vorgeschriebenen Schlaf bringt.

Zwischenzeitlich war der Soundcheck von Saxon beendet und wir waren dran und ich stand vor dem kleinen Problem: Wo ist meine Basselektrik? Alle Stromkabel inklusive der speziellen Netzteile waren wohl im Bus geblieben. Also Planänderung. Tommy bekam meinen Bass umgehängt (sein Gesicht hätte ich fotografieren sollen und ich machte mich auf, den Fahrer der Eskorte einzuholen, damit ich noch zum Bus konnte. Als wir losfuhren war es 19.30 Uhr. 20 Uhr war Beginn der Vorgruppe, also wir. Am Bus angekommen sah ich ein Paar total entnervte Fahrergesichter die eigentlich nur noch ins Bett wollten mit entgegenblicken. „Kabel, Stromkabel, Leiste, Sofort“ war wohl das einzige was ich in der Hektik noch rausbekam. Jedoch war es nicht auffindbar. Scheisse, also wieder mit leeren Händen zurück. 19.38 Uhr. Wir stehen wieder vor der Halle, da klingelt das Handy. Kanne, unser Fahrer, hat es doch gefunden. Wieder zurück. Während der Fahrt bei offenem Fenster erhalten ich meine fehlenden Teile wie bei Olympia. 19:46 Uhr renne ich an der Schlange vor der Kasse vorbei, direkt auf die Bühne – alles installieren und ab zur Umkleide. 19:57 Uhr. Im Lauf noch schnell die Batterien wechseln und ab auf die Bühne. Geschafft. Biff fand das sehr lustig … kein Kommentar.

Der Saal war gut gefüllt als wir anfingen und absolut voll als wir etwa die Hälfte des Sets erreicht hatten. Nachdem ich noch in landessprache ein wenig Gesülze von mir gegeben hatte, tobte der Saal. Auf diesen Moment hatte ich so lange gewartet, einfach unbeschreiblich! Geiles Publikum, geile Location und überhaupt!

So, unser Konzert war vorbei. Nun ist eigentlich der Plan der, daß wir uns an den Merchandize Stand machen. Doch da war ja noch PEPE. Also haben wir eine spontane Planänderung vollzogen und Udo und Klaus sind spontan direkt in zu Pepe gegangen (gegenüber Razzmatazz) um Kaltschalen zu begutachten. Ich habe mich noch um meine Gäste gekümmert und bin dann brav gefolgt. Pepe war etwas erstaunt, da er „so früh noch nie Musiker reinkommen gesehen hat“. Tja, was ist bei uns schon normal

Wir hatten einen gewaltigen Vorsprung als die Crew von Saxon die Kneipe betritt. Genauso wie sie auch einen gewaltigen Vorsprung hatten, als alle fahren wollte, aber noch diverse Chinchilla Mitlgieder mit dem organisieren von Mitnahmegetränken der besonderen Art beschäftigt waren. Jajaja …

Der Bus fährt los und ich bleibe noch eine Nacht in Barcelona, während der Haufen nach Madrid gondelt. Die letzte SMS erreichte mich um 7 Uhr morgens. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, oder?


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